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Archiv: September 2008

In den letzten Jahren hat die Attraktivität von Kreuzfahrten deutlich zugenommen. Zwischen 1997 und 2007 hat sich die Zahl der Kreuzfahrt-Reisenden von 283.000 auf rund 762.000 fast verdreifacht. Bis zum Jahr 2010 soll die Zahl der Kreuzfahrttouristen weiter auf 961.000 steigen. Allein im Jahr 2007 setzte die Kreuzfahrtbranche mit 1,4 Mrd. Euro in Deutschland 8,2 % mehr um als im Vorjahr.

Und die Kreuzahrtbranche will weiter wachsen. Neue und größere Schiffe werden derzeit gebaut. Wenn am heutigen Sonntag die Celebrity Solstice die Meyer-Werft in Papenburg verlässt, startet das größte je in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff seine Reisen über die Ozeane. Auf 315 Meter Länge bietet die Celebrity Solstice Platz für 2850 Passagiere. 1.250 Besatzungsmitglieder verwöhnen die Passagiere auf den Krezfahrten der Celebrity Solstice in der östlichen Karibik. Mit der neuen Kabinenkategorie „Aqua-Klasse” gibt es absoluten Luxus. 130 Balkonkabinen können Wellness-Urlauber mit Zugang zum neuen „Aqua Spa Relaxation Room” sowie dem „Persian Garden”, einem exotischen Raum für Aromatherapie und Dampfanwendungen buchen.

In Deutschland hat die Gründung von AIDA-Cruises zum Boom des Kreuzfahrttourismus beigetragen. Durch die Clubschiffe mit dem Kussmund konnten sich mehr Leute eine Kreuzfahrt leisten. Außerdem konnte die Branche das Image ablegen, nur „alte Leute“ mit „viel Geld“ machen „langweilige“ Kreuzfahrten.

Des öfteren bin ich schon an Lauenburg an der Elbe vorbei gefahren. Doch bisher sah ich immer nur Häuser im Stil der siebziger oder wenn man von Süden über die Elbe aus kommt, das von Häusern mit Hochwasserschutz geprägte Panorama der fast 800 Jahre alten Stadt. Wer aber mal ein paar Schritte zu Fuss durch Lauenburg läuft, entdeckt eine Menge historische Sehenswürdigkeiten.

Durch die Hanglage Lauenburgs hat der geneigte Besucher einen herrlichen Blick über die Elbe und das weite Land. Diese exponierte Lage dürfte auch zur frühen Ansiedlung und die Niederlassung der Askanier eines mitteldeutschen Fürstengeschlechtes, welches die Stadt im 12.Jahrhundert gegründet haben soll geführt haben. Über die Askanier-Stufen gelangt man auch vom über der Stadt gelegenen Fürstengarten hinunter in die Altstadt. Enge Gassen mit mittelalterlichen Häusern prägen das Bild der Lauenburger Altstadt. Liebevoll restaurierte Hausgiebel laden ein, die verspielten Details der Fassaden genauer zu studieren. Eines der ältesten Gebäude Lauenburgs ist Maria Magdalenen-Kirche.  Auch wenn sie etwas unscheinbar wirkt, ist sie eines der bedeutendsten Baudenkmäler aus dem 13. Jahrhundert.

Am Platz beim Rufer gibt es einige Ausflugslokale in denen der Besucher einen Milchkaffee oder ein STück Kuchen genießen kann. Der Rufer grüßt währenddessen vorbeifahrende Schiffer. Einige Ausflugsschiffe legen dort an, um die Elbe herauf und herunter zu schippern. Auch Fahrten zum Schiffshebewerk in Scharnebeck sind möglich. In Lauenburg mündet der Elbe-Lübeck-Kanal in die Elbe. Auch wenn die wirtschaftliche Bedeutung heute eher gering ist, wird der Kanal von vielen Sportschiffern als Reisemöglichkeit zur Ostsee genutzt.

Im kommenden Jahr 2009 feiert die Stadt ihr 800 jähriges Bestehen. Und das obwohl erst 1960 die 700Jahrfeier absolviert wurde. „Schuld“ ist ein Streit zwischen Historikern. Der Bürgermeister hat sich nun dazu entschieden im Jahr 2009 die 800 Jahr-Feier Lauenburgs abzuhalten. Das ganze Jahr über möchten die Lauenburger Besucher und Gäste mit umfangreichem Programm anlocken.

Flughäfen sind – wie Bahnhöfe – für Reisende die Umsteigestellen zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Wer in den Urlaub fliegt, für den stellt sich vorab die Frage wie man am besten zum Flughafen kommt. Reisende sie aus dem Umland kommen, haben oft keine andere Wahl, als  mit dem eigenen Auto anzureisen. Doch hohe Airport-Parkgebühren können das Urlaubsbudget ziemlich schrumpfen lassen. Spitzereiter ist Berlin-Tegel. Hier kommt für einen Tag schon die stattliche Summe von 140 Euro zusammen. Einige Fluhäfen bieten dagegen sogar kostenfreie Parkplätze an, wie in Augsburg oder Mannheim. Solche kleinen Flughäfen kämpfen mit solchen Vorteilen um zusätzliche Fluggäste.

Der ADAC hat jetzt eine Tabelle herausgebracht, in der die Parkgebühren von 20 deutschen Flughäfen verglichen werden. Um nicht nach dem urlaub von einer hohen Parkrechnung überrascht zu werden zählt vor allem rechtzeitige Information. So können verschiedene Anreisemöglichkeiten verglichen werden. Außerdem bieten einige Flughäfen Sparmodelle an. So können Reisende am Flughafen Hamburg z.B. vorab online ein „Holiday Park-Ticket“ lösen. Wer länger als eine Woche verreist, erhält damit auf die eigentlichen Parkgebühren einen Rabat von 10 Euro.

Wer länger verreist, sollte lieber die Parkplätze nutzen, die weiter weg von Flugterminals sind. Hier lässt sich oft viel Geld sparen. Beim Berliner Airport Schönefeld macht das bei einer Woche Parkdauer bereits den Unterschied zwischen 79 und 109 Euro aus. In der Regel bieten die Flughäfen kostenlose Shuttle-Busse zwischen Parkplätzen und Terminals an.

Häufig lohnt sich auch ein Blick auf die Online-Angebote privater Parkdienste. Diese bieten unter dem Label „park, sleep & fly“ günstige, oftmals bewachte Parkflächen oder Hotelübernachtungen in Flughafennähe an. Weiterer Vorteil dabei ist, dass mögliche Staus und frühes Aufstehen vor dem Urlaub umgangen werden.

2008 5 Sep

Kurzausflug nach Düsseldorf

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Das die Messestadt Düsseldorf nicht zu den schönsten Städten der Welt zählt, hatte ich bereits von verschiedenen Bekannten gehört. Da mich ein privater Termin in nordrhein-westfälische Landeshauptstadt verschlug, hängte ich noch zwei Tage heran, um mir ein eigenes Bild von Düsseldorf zu machen.

Zunächst schien sich das Bild zu verfestigen. Im Stadtteil Bilk – dicht an der Heinrich-Heine-Universität gelegen – reihte sich ein Block an den anderen. Schöne und gepflegte Ecken in Bilk – Fehlanzeige. Aufgrund der Nähe Bilks zur Universität prägen viele Studenten das Bild des Stadtteils Bilk. Viele kleine Kioske versorgen Bilks Einwohner bis spät in die Nacht mit den wichtigsten Dingen.

In Richtung Inenstadt kann man mit Bus, U-Bahn, Strassen- oder S-Bahn fahren. Auch wenn das Nahverkehrsnetz Düsseldorfs zunächst ein wenig unübersichtlich wirkt, kommt man doch sehr schnell von einem Ende der Stadt an das andere. Eine einfache Fahrt mit der Rheinbahn kostet 2,20 Euro. Wer als Tourist öffter durch Düsseldorf fahren möchte, sollte ein Tagesticket für 5,20 Euro nutzen.

Mit gezücktem Fotoapperat ging es vom Jan-Wellem-Platz aus Richtung Altstadt. Gute Motive sind aber zunächst sehr rar. Man sieht es Düsseldorf an, dass im 2. Weltkrieg über die Hälfte aller Gebäude zerstört und der Rest teilweise stark beschädigt wurde. Auf der bekannten Einkaufsstrasse KÖ – der Königsallee – bieten viele Edelgeschäfte ihre Luxusgüter feil. Wer weniger Lust (oder Geld) auf die Einkaufstempel hat, kann unter den Bäumen am Kö-Graben entlangschlendern. Am einen Ende des Kö-Grabens liegt der Tritonenbrunnen. Zur anderen Seite öffnet sich die Königsallee der Gustav-Adolf-Strasse und dem dem Gustav-Adolf-Platz. Hier wird das Düsseldorfer-Bild von modernen Bürogebäuden vorwiegend von mit viel Glas, Stahl und Beton. Dominiert wird dies Gegend Düsseldorfs zur Zeit auch von Baustellen der neuen U-Bahn-Strecke – der Wehrhahn-Linie.

In wenigen Minuten kommt man von der Kö an den Rhein. Hier wird es auch deutlich interessanter von den Fotomotiven. Rund um die Rheinkniebrücke und den Horionplatz sind Landtag und verschiedene Landesministerien angesiedelt. Entlang des Mannesmannufers (sollte jetzt wohl besser vodafone-Ufer heißen) ist auch die Verwaltung des Mobilfunkriesen angesiedelt. Eine lange Promenade lädt zum flanieren ein. Das Panorama umfasst die Oberkasseler Brücke das Schiffahrtsmuseum und die Lambertus-Basilika. Direkt vor dem Marktplatz an den Rheinterassen. laden diverse Restaurants und Cafe´s zum verweilen ein. Im Sommer dürfte hier in der Düsseldorfer Altstadt zur Feierabendzeit eine Menge los sein.

Empfehlenswert ist auch eine Fahrt mit der Düsseldorfer „Weißen Flotte“. Als Linienschiff fährt der Dampfer den Rhein hinunter bis nach Kaiserwerth. Entlang des Tonhallenufers und des Messegeländes kann der Gast den Rhein rund um Düsseldorf genießen. hin und zurück kostet die Fahrt mit der Weißen Flotte 11 Euro pro Person – behinderte Mitbürger fahren für die Hälfte.

Anschließend kann man durch die Altstadt schlendern. Architektonisch sind dort noch das Rathaus mit der Jan-Wellem-Statue von Gewicht. Der im Volksmund so genannte Johann Wilhelm von der Pfalz war um 1700 Kurfürst in Düsseldorf. Bemerkenswert ist auch die Kneipenstrasse von Düsseldorf – die kurze Strasse und die Andreasstrasse.

Am Ende gab es also doch noch ein paar gute Fotomotive. Einen kurzen Ausflug ist Düsseldorf durchaus wert. Das umfangreiche Freizeitangebot macht die Stadt an der Düssel durchaus lebenswert.

Blick entlang des Mannesmannufers über Düsseldorf

Blick entlang des Mannesmannufers über Düsseldorf

2008 4 Sep

Weltklasse im Olympischen Dorf

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Die Olympischen Spiele von Peking sind gerade vorbei und die Paralympics stehen direkt vor der Tür. Wer den Sport nicht nur von der Couch erleben möchte, kann im olympischen Dorf von 1936 die olymische Athmosphäre in sich aufnehmen.

Über die DKB-Stiftung wird versucht die Sportstätte in Elstal für die Nachwelt zu erhalten. Hier bereiteten sich bei den Olympischen Spielen von Berlin im Jahr 1936 Sportler aus aller Welt auf die Wettkämpfe vor. Im Speisehaus der Nationen fanden gemeinsame Malzeiten statt. Der Sportplatz des im Elstal bei Falkensee gelegenen Geländes wurde 1:1 dem Berliner Olypiastadion nachempfunden. Auch in der Schwimmhalle herrschte reger Betrieb.  Die erste finnische Sauna auf deutschem Boden wurde hier bei Falkensee errichtet.

Wer möchte kann sich die Unterkunft von Jesse Owens – mit 4 Goldmedaillien der Star der  XI. Olympischen Spiele – ansehen. Andere Gebäude und Sportlerunterkünfte sind leider noch verfallen. Die DKB versucht mit seiner Stiftung und verschiedenen Veranstaltungen die historische Stätte zu restaurieren.  Im Sommerhalbjahr vom 01.04. bis 31.10. können Führungen über dasElstaler Gelände gemacht werden. Der Eintritt kostet ohne Führung nur 1 Euro, mit Führung 4 Euro. In der Brunnenaue wurde extra für die Sportler ein Waldsee angelegt. Die Schwimmhalle und die Turnhalle sorgten für perfekte Bedingungen zur Vorbereitung. Für geitige Erholung sorgten abendliche Vorführungen von Opern im Hindenburghaus. Der Versuch der Nationalsozialisten dort auch Propagandafilme zu zeigen wurde von den Sportlern boykottiert und deshalb später auch unterlassen. Für  Berlintouristen ist das olympische Dorf von 1936, das westlich von Berlin in der Nähe von Falkensee liegt für einen Ausflug zu empfehlen.

Am vergangenen Wochenende fand in diesem historischen Ambiente das DKB-Cup-Finale statt. Bei der von der Deutschen Kreditbank veranstalteten Leichtathletikserie zeigten Athletinnen wie Steffi Nerius (ursprünglich aus Sassnitz von der Insel Rügen) und Christina Obergföll Weltklasseleistungen. Während Christina Obergföll mit 69,81 m nicht einmal 40 cm unter ihrer Bestleistung blieb, die bis vor wenigen Wochen noch Europarekord war, konnte Steffi Nerius ihr Bestlesitung sogar verbessern. Die DKB möchte aber mit dem Event auch die junge Leichtathletikgenaration (DKB-Junior-Cup) fördern. Vor der historischen Kulisse des olympischen Dorfes von 1936 bestreiten die Atheleten ihre mit unter den Zuschauern. Sie sollten sich den Termin für das nächste DKB-Cup Finale auf jeden Fall vormerken.


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